AUSGANGSPUNKT_Die COCO-Coop-Ausstellung lädt Jugendliche ab 13 Jahren zum Mitmachen ein. Durch interaktive Stationen soll das Bewusstsein für Konsum im Sinne sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit gestärkt werden.

RAUMKONZEPT UND SZENOGRAPHIE_Konsum betrifft uns alle tagtäglich, doch was steckt dahinter?

Ziel war es ein offenes Raumambiente zu schaffen, das ein „hinter die Kulissen blicken“ spürbar in die Gestaltung einbindet und die Lust zu entdecken schürt. Eine überdimensionale, farblich verlaufende Logo-Tapete führt vom Einführungsraum im Erdgeschoß in den Ausstellungsraum: ein Synonym für die Konsumwelt mit all ihren marktschreienden Verführungen, die durch weiße semitransparente Screens partiell ausgeblendet wird. Dadurch soll die Diskussion darüber angeregt werden, was hinter den angepriesenen Waren, Werbungen und Verführungen steht. Die  Screens bilden eine neue Raumkontur, welche die verschiedenen Bereiche zu einem fließenden Raumkontinuum verbindet und eine natürliche Orientierung gewährleisten.

Einbauten und Möbel sind aus rot eingefärbten MDF Platten und weiß lasierten Holzstäben konzipiert. Generiert wird ein vielfältiges, aber dennoch einheitliches Ambiente, um die Konzentration auf die Ausstellungsinhalte zu lenken und den begrenzten Ausstellungsraum wahrnehmbar zu erweitern.

Für die 15 Spiel-Stationen wurden im Ausstellungsraum vier Bereiche mit unterschiedlicher Aufenthaltsqualität geschaffen, die wechselweise bespielt werden.  Im Drehpunkt des L-förmigen Raumes ist das Parlament positioniert, das als Display für Diskussionen und Abstimmungen dient. Außerdem gibt es einen Sitzbereich mit Tischen und eine Lounge-Landschaft. Eine interaktive Kunstinstallation zum Thema Energie von David Moises und Chris Janka lädt die Jugendlichen nicht nur zum Nachdenken und Diskutieren ein, sondern lässt sie auch schwitzen und tanzen.

ADRESSE
Wirtschaftsmuseum, Vogelsanggasse 36, 1050 Wien (A)

AUTRAGGEBER
Österreichisches Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseum

AUSSTELLUNGSDESIGN
tnE Architects

KONZEPT und KURATIERUNG
Thomas Marschall, Virgil Guggenberger

AUSTELLUNGSGRAFIK
Dorothea Brunialti