Ein kleiner, alteingesessener Friseursalon soll rundum erneuert werden. Ziel ist es, auf engstem Raum eine Weite zu schaffen, in der man nicht verloren geht, sondern vielmehr, atmosphärisch eingebettet, auf eine lustvolle visuelle Entdeckungsreise gehen kann. Der fast kubische, 26 m² große Bestandsraum wird mit Kalkglätte und einem fugenlosen, braunroten Steinbelag-Boden zum „White Cube“ transformiert, in dessen Mitte ein elfenbeinfarbenes Raummöbel platziert ist.

In Anlehnung an die Tischkabinette des Barock beherbergt das Raummöbel – zum Erstaunen der KundInnen – alle Notwendigkeiten eines vollausgestatteten Salons: vom Waschbereich über Kassa, Bar, Stauraum für Pflegeprodukte, Handtücher und Gläser, bis hin zu einer Treppe, die in den erhöhten Backoffice-Bereich führt.

Das Innere des elfenbeinfarbenen Objektes ist orange beschichtet und teilweise mit Spiegelflächen versehen, sodass sich sein Inneres aus bestimmten Blickwinkeln in eine diffuse Unendlichkeit auflöst. Drei vertikale Wandspiegel und die verspiegelte Tresenfläche erweitern dieses Spiel in den Raum. Ein netzartiger, tropfenförmiger Luster rundet das Ambiente ab.

Projekt
Umstrukturierung und Innenausbau
Friseursalon „Salon Lizz“

Ort
Argentinierstraße 4, 1040 Wien / AT

Fertigstellung
2016

Auftraggeber
direkt / Elisabeth Kraler

Statik
Werkraum Ingenieur ZT GmbH / DI Peter Bauer

Energiekonzept, Haustechnik , Bauphysik
Bauklimatik GmbH

Beleuchtungsplanung
Christian Ploderer GmbH

Fotos
Lukas Schaller, Martin Aigner (Fa. Lichtprojekt GmbH)

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