In Progress

Die international angesehene Kunstsammlung von Heidi Goëss-Horten wird ab 2022 dauerhaft in der Wiener Innenstadt zu sehen sein. Zu diesem Zweck wird das ehemalige Kanzleigebäude Erzherzog Friedrichs im Hanuschhof, prominent zwischen Staatsoper und Albertina gelegen, zu einem Privatmuseum umgebaut, wobei der Begriff „Museum“ zu kurz greift: Das kleine Palais wird zu einem maßgeschneiderten, flexibel handhabbaren Raum für den herausragenden Kunstschatz veredelt. Die historische Fassade wird mit wildem Wein und Glyzinien begrünt und wertet mit dem vorgelagerten Skulpturenbereich die Hofatmosphäre für Besucher und Anrainer gleichermaßen auf. Um einen Eingangsbereich mit Überdachung zu schaffen, wurde eine Ecke aus dem Bestand herausgeschnitten. Dahinter tut sich ein überraschend großzügiges Raumvolumen auf. Der gesamte Mitteltrakt des Gebäudes wurde über drei Geschoße geöffnet, zwei darin versetzt eingehängte, stützenlose und scheinbar schwebende Ausstellungsplateaus sind über Stiegenläufe zu einer großformatigen Skulptur verbunden. Der Raum bleibt spürbar und öffnet sich über bis zu neun Meter hohe Lufträume. Ergänzt wird die Vielfalt durch Kabinette in den Seitentrakten, die ebenfalls als Ausstellungsräume dienen. Einer davon ist atmosphärisch der Sammlerin selbst gewidmet. Das gesamte Haus atmet Eleganz und Charme.

Projekt
Museum
Ort
Wien, AT
Fertigstellung
2022
Auftraggeber
Heidi Horten Collection
Wettbewerb
Geladener Wettbewerb 1. Preis